Die Chronik des TSV Stammham

 

Schon vor der Gründung des TSV waren es Frauen und Mädchen, die sich regelmäßig zu Gymnastikstunden unter der Leitung von Ernestine Staudinger trafen. Im Frühjahr 1968 waren es bereits 60 Turnerinnen. Sie waren es dann auch, die den damaligen Bürgermeister Karl Haunreiter und Lorenz Unterreiner zur Vereinsgründung drängten. Am 3. Mai 1968 wurde dann zur Gründungsversammlung eingeladen. 66 Besucher dieser Versammlung sprachen sich für die Gründung des Vereins aus. Zum Gründungsvorstand wurde mit großer Mehrheit Hauptlehrer Wilhelm Stöckl gewählt. Weiters gehörten dem Gründungsvorstand Fritz Birneder, Walter Rudolf, Frau Staudinger, Bürgermeister Karl Haunreiter und Lorenz Unterreiner an. Neben den Gymnastikdamen, waren es die Faustballer und Tischtennisspieler die sehr schnell aktiv wurden. Zu dieser Zeit wurden auch Wandertage durchgeführt; die Teilnehmerzahlen bewegten sich bei 400 Aktiven. In dieser Sparte waren Adolf Reiss und Josef Stöckl sehr aktiv. Bereits im Jahre 1969 war der Verein auf 212 Mitglieder angewachsen. In dieser Zeit bildete sich die Theatergruppe und trat erfolgreich in der Öffentlichkeit auf. Mit der Gründung der Fußballabteilung im April 1969 wuchsen auch die Probleme. Auf einer Wiese neben der Schule wurden die ersten Spiele durchgeführt. Ein wichtiger Einschnitt in der Entwicklung des TSV war der Gemeindebeschluss vom 23.08.1968 in der ehemaligen Kiesgrube in Haunreit einen Sportplatz zu errichten.

Am 11. April 1970 erfolgte der erste Spatenstich zum Sportheimbau. Auch hier halfen die Gemeinde und der Landkreis mit großen finanziellen Mitteln. Die feierliche Einweihung dieser gesamten Anlage fand am 29. Mai 1971 statt. Auch hier war der TSV mit großen Eigenmitteln und vielen freiwilligen Arbeitsstunden beteiligt. Ab 1973 fanden jährliche Wandertage vom TSV mit jeweils großer Teilnehmerzahl statt. Auch der Maibaum wird seit dieser Zeit vom TSV geschmückt und aufgestellt. Am 27.10.1975 erfolgte dann die Gründung der Ski-Abteilung. Im selben Jahr wurde das gesamte Sportgelände mit 2,57 ha Grund und das Sportheim dem Verein übereignet. Dies stellte nicht nur einen großen Wert, sondern auch eine große finanzielle Folgelast dar. Im Jahre 1976 wurde schließlich der Sportheimanbau ausgeführt. Im folgenden Jahr errichtete man den Trainingsplatz und es erfolgte auch die Gründung der Abteilung der Asphaltschützen. Für diese Sparte wurden dann 1978 drei Asphaltbahnen fertig gestellt. Im Jahr 1983 kletterte die Mitgliederzahl auf über 400 Personen.

Zusammen mit dem TSV Marktl fand am 20.11.1984 die Gründungsversammlung der Tennisgemeinschaft Marktl-Stammham statt. Es beteiligten sich etwa 40 Mitglieder vom TSV Stammham. Aufgrund des schlechten Zustands und der kleinen Ausmaße des Trainings und Hauptplatzes wurde 1985 der Wunsch immer lauter, dieses Manko abzustellen. Mit diesen Problemen trat der TSV an die Gemeinde heran. Man einigte sich darauf, dass der TSV den Trainingsplatz in Eigenleistung errichten solle und die Gemeinde mit Zuschüssen von Kreis und Land für den Hauptplatz zuständig sei. Diese Projekte wurden bereits 1986 in Angriff genommen. Zuerst musste der Trainingsplatz fertig gestellt werden, denn auf ihm mussten alle Spiele und der Trainingsbetrieb abgehalten werden. Im Herbst 1987 wurde dann der Hauptplatz angesät. Auf diese Anlagen, wie man sie heute vorfindet, können die Gemeinde und der TSV mit Recht stolz sein. Durch den Umbau der Plätze wurde der Bunker freigelegt. Es war ein unansehnlicher Betonklotz. Also wurde 1989 der Bunkerumbau begonnen. In Verbindung mit der Reparatur wurde zugleich eine Terrasse auf der Südseite angebracht. Mit einem Jahr Verspätung wurde dann im Rahmen der Sportplatzeinweihung vom 16 bis 19. Juni 1989 das 20-jährige Gründungsfest des TSV Stammham gefeiert.


In der Jahreshauptversammlung am 12.4.91 hatte der TSV insgesamt 7 Abteilungen und der Gymnastikraum in der Schule war für die steigende Zahl der Teilnehmer viel zu klein, so dass der Wunsch nach einer neuen Turnhalle immer lauter wurde. Zuerst wurde abgewogen, ob gemeinsam mit dem Markt Marktl eine Turnhalle gebaut werden soll. Sowohl der Elternbeirat, die Lehrerschaft als auch die Vorstandschaft des TSV sprachen sich für eine eigene Turnhalle aus. Als auch von der Regierung von Oberbayern und vom Schulamt die Zustimmung für eine eigene Turnhalle vorlag, war die Entscheidung für die Gemeinde klar, dass für Stammham eine eigene Turnhalle gebaut wird. Im Jahre 1993 konnte der TSV Stammham sein 25-jähriges Bestehen begehen. Dies wurde mit einem Bierzelt und vielen sportlichen Veranstaltungen über drei Tage vom 25. - 27. Juni 1993 gefeiert. Gleichzeitig konnte man mit der 1. Mannschaft der Fußballabteilung den Aufstieg in die B-Klasse (jetzt Kreisklasse) feiern. Im Jahre 1994 tat sich einiges für den TSV Stammham. Nach zweijähriger Bauzeit konnte am 17. Juni 1994 durch den damaligen 1. Bürgermeister Lorenz Unterreiner die neue Mehrzweckhalle eingeweiht und benützt werden. Zur sportlichen Eröffnung konnte man in der Zeitung die Überschrift „Stammhamer Olympiade im Traumschloß“ lesen. Es war tatsächlich ein „Meilenstein“ für den TSV Stammham, denn das sportliche Angebot konnte erheblich erweitert werden. Die Abteilungen Gymnastik und Tischtennis erhielten dadurch einen großen Aufschwung. In den Wintermonaten wird die Halle von sämtlichen Abteilungen benützt und es ist zum Teil schwierig, allen terminlich gerecht zu werden. Auch im Jugendbereich tat sich dadurch einiges. Das TT-Training besuchten zum Teil 30 Kinder und es wurde wieder eine Kinder-Gymnastikgruppe gegründet. Leider entschloss sich im Oktober 1994 die Theatergruppe ein eigener Verein zu werden. Durch den Aufschwung hatte der TSV im Jahre 1995 über 500 Mitglieder. Im Jahr 1996 wurde die Boogie-Woogie Abteilung gegründet. In einer Vorstandsitzung am 11.01.1996 teilte das damalige Trainerpaar Alfons und Christine Kimberger der Vorstandschaft mit, dass diese Gruppierung als Abteilung innerhalb des TSV Stammham aktiv sein möchte. Im Jahre 1998 hatte der TSV zunächst eine „schwierige Zeit“ durchzustehen. Der TSV Stammham konnte keinen Vorstand finden und es bestand die Gefahr einer Auflösung. Ein Mann der ersten Stunde musste unserem Verein wieder zur Seite stehen. Unser Ehrenvorstand Lorenz Unterreiner stellte sich in einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung am 12.06.1998 für zwei Jahre als Vorstand zur Verfügung. In dieser Zeit wurde wieder eine eigene 1. Fußballmannschaft geschaffen, des Weiteren wurden die Dusch- und Umkleideräume im Sportheim saniert. Die mit ihm organisierte 30-Jahr-Feier am 09. Oktober 1998 im Huber-Saal wurde zusammen mit den Abteilungen und Mitgliedern des TSV gestaltet und es war ein sehr schöner und kurzweiliger Abend.

Im Jahre 2001 konnte der TSV Stammham sein 600. Mitglied begrüßen. Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich auch das 25- jährige Bestehen unserer Stockschützen, welches in Verbindung mit einem Turnier zwei Tage lang gefeiert wurde. In diesem Zusammenhang wurde Max Hausner für seine 25jährige Tätigkeit als Abteilungsleiter sowohl vom Bayerischen Landessportverband als auch vom Bayerischen Eissportverband geehrt. Nach vielen Jahren wurde das Maifest wieder vor dem Schulhausgelände mit dem Aufstellen eines neuen Maibaums gefeiert. Leider musste der TSV Stammham auch einen schweren Verlust beklagen. Unser Ehrenvorsitzender und Altbürgermeister Lorenz Unterreiner verstarb am 19.06.2001 schnell und unerwartet. Im Jahre 2003 erhielt das Vereinsheim ein neues Dach. Der damalige 1. Vorstand Albert Schweisser bedankte sich bei über 20 Helfern, die bei der Errichtung des Daches tatkräftig mithalfen. In der Jahreshauptversammlung am 02.04.2004 beschloss die Mitgliederversammlung folgende Vereinsangehörige zu Ehrenmitglieder zu ernennen: Irmi Unterreiner, Ursula Aschbauer, Reserl Gumpendobler und Sebastian Hashuber. Unser langjähriger Vorstand Hans Aschbauer wurde zum Ehrenvorstand ernannt. Pünktlich zum 30-jährigen Gründungsfest der Stockschützen wurden im Juni 2006 die mit Unterstützung der Gemeinde Stammham neu erstellten Stockschützenbahnen fertig gestellt und mit einem Turnier eingeweiht. Ebenfalls im Jahre 2006 wurde auf dem Dach vom Sportheim für die Warmwassergewinnung eine Solaranlage installiert. Leider musste auch im Jahre 2006 der TSV wieder einen schweren Verlust hinnehmen. Unser Oberturn- und Platzwart Martin Gumpendobler, der diese Tätigkeiten über Jahrzehnte ausübte, verstarb am 02.10.2006, kurz vor seinem 70. Geburtstag. Mit dem Sportplatzfest wurde am 23. Juni 2007 der neue Beachvolleyballplatz mit einem Turnier eröffnet. Damit kann der TSV ein zusätzliches sehr attraktives Sportangebot – besonders den jugendlichen Mitgliedern – anbieten. In der Jahreshauptversammlung am 29. Februar 2008 beschloss die Mitgliederversammlung, dass Marianne Dorfner und Fred Pichlmeier zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Vom 1. Vorstand Gert Unterreiner wurde mitgeteilt, dass anlässlich der 40-Jahr-Feierlichkeiten auf vielfachen Wunsch der Mitglieder und gemäß Beschluss der Vorstandschaft eine Standarte angeschafft wird. Heute gehören dem Verein (Stichtag 31.12.2007) 677 Mitglieder an. Wir hoffen, dass im Laufe des Jahres 2008 das 700. Mitglied in unseren Reihen aufgenommen werden kann.